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REFERENTEN UND REFERENTINNEN

Margit Bassler, Dipl.-Psychologin, Kinder-u.Jugendpsychotherapeutin, Hamburg
Dr. Josef Helbling, Prozessorientierter Psychologe, Schweiz
Erneli Martens, Pastorin für Notfallseelsorge und Krisenintervention, Hamburg
Anja Meeri Nevanlinna, Mag. Phil. Germanistik, Literaturwissenschaft, Schweiz
Gisela Peters, Dipl.-Musiktherapeutin, Hamburg
Friedemann Wende, Trauerbegleiter und Förderschullehrer
Prof. Dr. Fulbert Steffensky, Theologe, Religionspädagoge, Schweiz
Wolfgang Teichert, Theologe, Bibliodramaleiter, Hamburg
Ria van Heesch, Dipl.-Psych., Kinder-u. Jugendpsychotherapeutin, Niederlande
Dr. Ruth Weyermann, Prozessorientierte Psychotherapeutin, Schweiz

 


Margit Bassler

Diplompsychologin und Klinische Psychologin (BdP) sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutin (Fritz Perls Institut)

Tod und Traum · Arbeit mit Träumen in der Beratung und Begleitung von Trauernden · Traumarbeit in Gruppen ·
Trauer in der Familie (zusammen mit Uwe Sanneck)
 
In ihrer Ausbildung in Integrativer Therapie und ihrer Lehranalyse nach C. G. Jung hat sie die kreative und heilende Kraft von Träumen erfahren. Seitdem ist einer der Schwerpunkte ihrer therapeutischen Praxis die Arbeit mit Träumen.
 
Mitte der 80er Jahre wurde – im Kontext der Trauerseminare für Verwaiste Eltern und Geschwister der Evangelischen Akademie Nordelbien – damit begonnen, der Arbeit mit hinterbliebenen Kindern und Jugendlichen Aufmerksamkeit zu schenken. Margit Bassler leitete seit 1987 maßgeblich und wegweisend Geschwistergruppen. Das familienbezogene Setting und das Entdecken therapeutisch wirkender Interventionen angesichts einer zutiefst erschütterten Familiendynamik war ein Novum. 1992 hat Margit Bassler zusammen mit Marie-Thérèse Schins Ergebnisse dieser Arbeit in dem Buch „Warum gerade mein Bruder?“ veröffentlicht. 

Margit Bassler arbeitete in Hamburg als Psychotherapeutin in einem Kinderheim und in eigener Praxis. Von 1995 bis 2001 lebte sie in Kalifornien/USA und war u. a. Mitarbeiterin in dem Trauerzentrum „Our House“. U. a. begleitete sie Gruppen trauernder Kinder in Schulen. Seit 2004 lebt sie wieder in Hamburg und entwickelte ein Projekt zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher. Ihre Aufgaben sind die inhaltliche Gestaltung, Anleitung der GruppenbegleiterInnen, Supervision, Öffentlichkeitsarbeit und Erstgespräche. Freiberuflich führt sie Seminare, Fortbildungsveranstaltungen durch und hält Vorträge. Aus dieser Praxiserfahrung entwickelte sie für das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. zusammen mit der Diplom-Sozialpädagogin Hanne Popp eine eigenständige Ausbildung zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher. Die Ausbildung leiten beide seit 2007.

Veröffentlichung:
Margit Bassler (hrsg. zusammen mit Marie-Thérèse Schins):
„Warum gerade mein Bruder
Trauer um Geschwister. Erfahrungen, Berichte, Hilfen“
Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg 1992

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Erneli Martens

Pastorin für Notfallseelsorge und Seelsorge in der Feuerwehr Hamburg

Krisenintervention · Empathie, Gesprächsführung, Auseinandersetzung mit traumatisierenden Ereignissen

Aufgewachsen ist Erneli Martens in einem Dorf in Dithmarschen in einem Pfarrhaus, der Vater war Pastor. Sie erlebte den krankheitsbedingten Tod zweier älterer Geschwister, war mit dieser Erfahrung die Einzige in der Klasse und Schule. Mit knapp zehn Jahren zog die Familie, nun vier Geschwister, in die Stadt Hamburg. Sie liebte die Jugendarbeit in der Gemeinde mit Theater, Singen, Reisen, Spielen und Diskussionen.
 
Nach der naturwissenschaftlich ausgerichteten Schulbildung am Gymnasium folgte eine geisteswissenschaftlich humanistisch geprägte Zeit an der Universität. Als junge Mutter und Studentin hat sie durch Jobben das Leben finanziert und schließlich das Studium mit den Schwerpunkten Altes Testament und Systematik abgeschlossen. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann, ebenfalls Pastor, und dem gemeinsamen Sohn in Hamburg-Langenhorn.
 
Nach dem Vikariat baute sie im März 2000 die Notfallseelsorge in Hamburg auf für Menschen, die einen plötzlichen Tod miterleben mussten oder unerwartet einen geliebten anderen Menschen verloren haben. Zur Notfallseelsorge gehören nicht nur die täglichen Einsätze, sondern auch die Organisation einer Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit, die Fort- und Weiterbildung der Seelsorgerinnen und Seelsorger und schließlich die Seelsorge für die Einsatzkräfte, besonders der Feuerwehr in Hamburg.
 
Fachlich begleitet Erneli Martens die Einsatznachsorge in der Feuerwehr Hamburg, die SEG-Gesprächsnachsorge, um nach belastenden Ereignissen für die Rettungskräfte „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten. Sie ist auch verantwortlich für das ARTaktiv Team der Feuerwehr Hamburg, das zum Kommunikationstraining für Teams wesentlich in allen Grundlehrgängen der Feuerwehrakademie eingesetzt wird.

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Ria van Heesch

Diplompsychologin

Heilen durch Malen · Einführung in die Bildinterpretation

In ihrer psychotherapeutischen Praxis in Holland arbeitet Ria van Heesch mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. In den 80er Jahren lernte sie Elisabeth Kübler-Ross kennen und bildete sich bei Gregg Furth in „Heilen durch Malen“ aus. Sie leitet Seminare im In- und Ausland zur Interpretation von Bildern/Spontanzeichnungen als diagnostische und therapeutische Hilfe für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie Workshops zu Selbsterfahrung und persönlicher Weiterentwicklung auf dem Hintergrund der Psychologie von C. G. Jung. 15 Jahre lang leitete sie Kindergruppen im Rahmen der Trauerseminare für Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister. Ihre Fachkompetenz hat die Arbeit mit trauernden Kindern maßgeblich geprägt.
 
Anhand von Spontanzeichnungen werden Erkenntnisse vermittelt über den seelischen und körperlichen Zustand der Malenden: Was kann man Bildern entnehmen, was sagen Farben und Gegenstände aus, die Art der Raumaufteilung, die Weglassungen? Das kostbare Werkzeug der Bildinterpretation soll zugänglich gemacht werden, zumal spontane Bilder wirksame Arbeitsmittel sind. Die Auseinandersetzung mit Bildern kann den Zugang zu dem eigenen „inneren Wissen“ ermöglichen und zu einem besseren Verständnis der eigenen Person beitragen. 

In unserem Zusammenhang geht es darum zu zeigen, wie durch das Malen mit trauernden Menschen neue Möglichkeiten erschlossen, wie Beziehungen hergestellt werden können, die über eine bewusste oder verbale Kommunikation hinausgehen; und auch darum, wie ein Dialog zwischen Intuition und der oft verschlüsselten und geheimnisvollen Symbolsprache der Bilder in Gang gesetzt werden kann.

Veröffentlichung Gregg Furth:
„Heilen durch Malen”
Books on Demand, 2008, ISBN 9783833475276

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Dr. Josef Helbling

Psychotherapeut

Verlust und Trauer in der prozessorientierten Psychologie ·
Trauer, Körpersymptome und Beziehungskonflikte ·Lebensmelodie des Verstorbenen (zusammen mit Ruth Weyermann)

Josef Helbling lebt in der Schweiz und arbeitet als Psychotherapeut im Zentrum für Prozessarbeit in Zürich und in einer psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis in Luzern. Im Rahmen dieser Praxisarbeit und auch als Seminarleiter für das weltweit tätige Deep Democracy Institute arbeitet er oft mit Trauer- und Verarbeitungsprozessen, sei es in manchmal langjähriger und sorgfältiger Einzelarbeit, sei es in Gruppendiskussionen, die die Bewusstwerdung über und Veränderung von gesellschaftlichen Einstellungen anstreben.

Er ist langjähriger Mitarbeiter von Max Schupbach, der die prozessorientierte Trauerbegleitung entwickelt hat mit ihren anerkannten und erprobten Konzepten für die Arbeit mit Menschen im Koma, mit Sterbenden und Trauernden.

Das von Ruth Weyermann und Josef Helbling gemeinsam geführte Seminar basiert auf der prozessorientierten Trauerbegleitung. Diese arbeitet mit einer Reihe von Interventionen. Der Schwerpunkt liegt auf der Realisierung, dem Wahrnehmen und dem Aufgreifen des „Lebensmythos“ des Verstorbenen; dieser ist nicht "loszulassen", sondern ins Leben zu integrieren, er drängt nach „Erlösung“, nach Einlösung. Damit wird eine entscheidende Wende im Leben der Trauernden wie ihrer Begleiter und ihrer Bewusstseinsarbeit zu Leben und Tod eingeleitet. 
 
In der Arbeit mit Trauernden im Gruppenprozess erweist sich deren Kompetenz im Umgang mit Verlust und Tod, ihre Fähigkeit zu trauern, die die Umwelt verloren hat. Die (Um-)Welt braucht somit die Erfahrung des Trauernden, der zum Sachverständigen, zum Lehrer wird. Das Arbeiten im Gruppenprozess trägt außerdem dazu bei, Trauerprozesse nicht nur als persönliche Geschichte, sondern auch als kulturellen Auftrag zu erfahren und zu verwirklichen. 

Verlust, Tod und Trauer führen im Übrigen oft zu Veränderungen, die sich in Körpersymptomen und Beziehungskonflikten niederschlagen. In der Ausbildung geht es darum, die komplexen Phänomene in ihrem Zusammenhang zu begreifen. Das geschieht unter anderem dadurch, dass Beschwerden mit einfachen Interventionen verstärkt und damit in ihrer Bedeutung erkannt und dem Trauernden bewusst gemacht werden können.

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Anja Meeri Nevanlinna

Mag. Phil. der Germanistik, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft (Universität Helsinki), Integrative Poesie- und Bibliotherapeutin und Gestaltseelsorgerin (Ausbildung in der Integrativen Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung, FPI)

Therapeutisches Schreiben · Sprachliche Kreativität methodisch entwickeln · Biografiearbeit · Poesietherapie · Erinnerung und Trauer in Worte fassen

Anja Meeri Nevanlinna arbeitete zehn Jahre in der Krankenhausseelsorge der Universitätsklinik Bonn.
 
Aufgrund ihrer Lebensgeschichte sind ihr die Themen Tod, Sterben und Trauer wichtig geworden. Sie besuchte Fortbildungen in Trauerbegleitung u.a. an der Evangelischen Akademie Nordelbien. Seit 1998 lebt sie in Zürich, ist Ausbildungsleiterin für Integrative Poesie- und Bibliotherapie in der Schweiz, Leiterin von Schreibwerkstätten und Lektorin am Institut „Kreatives Schreiben“ in Berlin. Außerdem arbeitet sie im Hospiz Konstanz an der Entwicklung von neuen Konzepten in der Trauerbegleitung mit. Ihr eigener Schwerpunkt ist u. a. therapeutisches Schreiben als Trauerbewältigung.
 
Trauergefühle sind intensive Emotionen, denen wir uns nur schwer entziehen können. Wir haben Angst vor ihrer Wucht und trauen ihrer schöpferischen Kraft nicht. Schreiben ist eine Möglichkeit, Emotionen bewusst zuzulassen, mit dem Ziel auszudrücken, was innen Druck macht, was uns bedrückt. Ohne Ausdruck ersticken, verstummen und erstarren wir. Schreiben kann helfen, für das Unfassbare Worte zu finden, unsere Sprachlosigkeit zu überwinden.
 
Am Ausbildungswochenende werden Methoden geübt, wie Unbewusstes – oft sind es unsere starken, guten Ressourcen – beim Schreiben angesprochen und in Worten sichtbar werden können, wie Inseln oder Steine im Wildwasser, auf die wir treten und dann spüren können, ob sie tragen. 

Schreiben schafft Distanz, ermöglicht Prägnanz und Klarheit, gibt Struktur und Orientierung im Chaos der Gefühle. Das Ausgedrückte kann erfasst, verstanden und in das veränderte Leben integriert werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Bedeutung und die Rolle einer Gruppe in der Trauer sein. Feedback und Sharing sind Heilfaktoren emphatischen Zuhörens

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Gisela Peters

Dipl.-Musiktherapeutin DMtG
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Musik hilft heilen - unsagbare Gedanken und Gefühle auszudrücken
  
Trauerbegleitung durch aktive und rezeptive Musiktherapie

Die Grundlage ihrer beruflichen Qualifikation bildet die Arbeit als Erzieherin an sozialen Brennpunkten und nach dem Studium von Rhythmik und Flöte Lehrtätigkeiten an der Staatlichen Jugendmusikschule (JMS), der FH Sozialpädagogik und Musikhochschule Hamburg (HfMT).

Nach dem Abschluss zur Dipl. Musiktherapeutin (DMtG) erweitert sich die Tätigkeit in Bereichen:

1994-2011 Klinische Musiktherapie in der Psychosomatik
Schwerpunkt: Gruppentherapie für Patienten mit Depressionen, Schmerzen, Ängsten u.a. psychosomatischen Erkrankungen.

1996-2011 Gründung und Leitung der Fachrichtung Musiktherapie für Kinder/Jugendliche und Menschen mit Behinderung als Förder- und Unterstützungsangebot an der JMS.

seit 2000 Seminartätigkeit für TBA und andere Träger in Deutschland

In allen Arbeitszusammenhängen stehen die Begleitung und Bewältigung von Lebenskrisen und der Versuch, Veränderungen zu wagen, im Vordergrund. Die Musiktherapie hält dafür ein besonderes Beziehungsangebot bereit. Sie eröffnet gleichermaßen innere und äußere Spiel-Räume und bringt sie zum Klingen.

Beim Improvisieren mit einfachen Musikinstrumenten und der Stimme, können Menschen ausdrücken, wofür es ihnen schwer fällt, Worte zu finden. Sie werden in ihrem momentanen derzeitigen „Gestimmt-Sein“ begleitet und unterstützt. Diese „Klangsprache“ kann etwas von der Geschichte, Befindlichkeit, Angst oder Sehnsucht der Menschen verdeutlichen. Sie erleichtert es, eigene Gefühle mitzuteilen, Vertrauen zu anderen Menschen (wieder) aufzubauen oder sich einer weiteren Bearbeitung im Gespräch zu öffnen.

Das Hören von Musik und Singen von Liedern aus aller Welt bietet einerseits eine Selbstheilungsmöglichkeit und ermöglicht andererseits ein gemeinschaftliches Erleben von Leid und Freud.

Jugendliche finden häufig einen Zugang zu ihrer Verzweiflung und eine Verarbeitungsmöglichkeit im Gestalten von freien Songs oder Musikstücken, die durch den eigenen Text, die Melodie und den Rhythmus etwas von der inneren Dynamik ausdrücken. 

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Friedemann Wende

Trauerbegleiter und Förderschullehrer

Väter- und Männertrauer · Trauer in der Familie (zusammen mit Margit Bassler), Trauer und geistige Behinderung

Friedemann Wende ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Die Trauer um seine beiden ältesten Kinder und seine erste Frau, machten ihn 1995 auf die Trauerseminare für Verwaiste Eltern der Evangelischen Akademie Nordelbien in Bad Segeberg aufmerksam. Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal und den eigenen Verlusterfahrungen haben ihn berührbar werden lassen besonders für die Trauer von Vätern und Männern.

2007-2008 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Trauerbegleiter beim Institut für Trauerbegleitung (ITA) e.V. und leitete mehrere Jahre lang Trauergruppen für verwaiste Eltern in Münster. Friedemann Wende ist Gründungsmitglied des Trauernetzes Lüdinghausen und begleitet dort schwerpunktmäßig trauernde Männer. Er ist Mitglieds des Beirats des Instituts für Trauerarbeit (ITA) e.V.

Die Reflexion eigener Verlusterfahrung und Trauerbewältigung einerseits sowie Erfahrungen aus der Begleitung trauernder Männern und der Praxis der Erlebnispädagogik andererseits, gepaart mit einem intensives Literaturstudium über Männertrauer, führte zu einer Verknüpfung von Trauerarbeit mit erlebnispädagogischen Elementen und der Entwicklung konkreter Angebote und Perspektiven für die Begleitung trauernder Väter und Männer.

Hauptberuflich arbeitet Friedemann Wende seit vielen Jahren als Lehrer für Sonderpädagogik an einer Schule für schwer geistig- und körperbehinderte Schülerinnen und Schüler in der Kinderheilstätte Nordkirchen. Eine nicht unerhebliche Zahl dieser Kinder und Jugendlichen leben aufgrund einer lebensverkürzenden Erkrankung oder Behinderung an der Grenze zwischen Leben und Tod und/oder versterben aufgrund der Schwere ihrer Behinderung.

Aus dieser Arbeit heraus formulierte er ein Konzept zur Entwicklung einer bewussten Kultur im Umgang mit "Abschied, Sterben, Tod und Trauer" an (Förder-)Schulen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind die Begleitung von Schülern mit begrenzter Lebenserwartung, trauernder Kinder und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung und deren Eltern sowie die Gestaltung von Abschieds- und Erinnerungsfeiern.

Freiberuflich arbeitet er als Referent in der Fort- und Weiterbildung für Lehrer in NRW und hält Vorträgen zu dem Themenbereichen "Sterben, Tod und Trauer bei Menschen mit geistiger Behinderung" sowie "Männertrauer".

Die Trauer von Männern – ein unbekannter Kontinent?
Wie erleben Männer Trauer? Trauern Männer wirklich anders?
Warum trauern Männer "typisch männlich"? Wir fragen nach typisch männlichen Strategien angesichts von Tod und Verlust – und wie sich damit umgehen ließe. Welche Ausdrucksformen finden Männer in der Trauer? Warum stimmt die Trauer von Männern manchmal traurig?
Perspektive: Angebote für trauernde Männer – Ideen und Bausteine für konkrete Angebote

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Prof. Dr. Fulbert Steffensky

Professor für Religionspädagogik

Death, Dying and Bereavement

Fulbert Steffensky absolvierte zunächst ein Studium der katholischen und evangelischen Theologie und lebte 13 Jahre lang als Benediktinermönch in der Abtei Maria Laach. 1969 konvertierte er zum lutherischen Bekenntnis und wurde im selben Jahr wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Ruhr. Er promovierte 1972 an der Ruhr-Universität in Bochum. Seine erste Professur für Erziehungswissenschaft hatte er von 1972 bis 1975 an der Fachhochschule Köln, bevor er 1975 als Professor für Religionspädagogik zum Fachbereich Erziehungswissenschaft an die Universität Hamburg wechselte, wo er bis 1978 tätig war.
 
1969 heiratete Fulbert Steffensky die Theologin Dorothee Sölle.
Im Rahmen des genannten Workshops wird Fulbert Steffensky einen Vortrag zum Thema „Endlichkeit, Gnade und Beleidigung des Lebens“ halten und die Bedeutung von Ritualen beim Sterben und in der Trauer aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
 
Gregg Furth, PhD hat einen Workshop unter dem Titel „Death, Dying and Bereavement“ entwickelt. In dieser sehr tiefgreifenden Ausbildungseinheit geht es um das Erleben des Todes als biologische, soziale und spirituell-religiöse Erfahrung. Neben einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und dem Bewusstwerden der eigenen Projektionen werden Hilfen gegeben, Sterbenden und Trauernden zu begegnen und ein tieferes Verständnis zu erlangen.
 
Seit dem Tod von Gregg Furth wird dieses Seminar gemeinsam von Ria van Heesch, Harriet Kämper und Jutta Rust-Kensa durchgeführt. 

Fulbert Steffensky gestaltet eine Einheit unter dem Titel „Die Endlichkeit als Beleidigung des Lebens“.

Veröffentlichungen:
„Gott und Mensch – Herr und Knecht?“, Hamburg 1985
„Das Haus, das die Träume verwaltet“, Echter Verlag 2009
„Feier des Lebens“, Stuttgart 2001

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Wolfgang Teichert

ehemaliger Direktor der Evangelischen Akademie Nordelbien und Leiter des Instituts für Trauerarbeit (ITA) e.V.

Trauerbegleitung mit biblischen Erfahrungen · Bibliodrama · Rituale und szenische Arbeit

Wolfgang Teichert hat in den vergangenen Jahren zusammen mit Theologen und Therapeuten unter anderem die Bibliodrama-Arbeit entwickelt und vor allem als Ausbilder diesen jungen Zweig der Erwachsenenbildung geprägt. Er ist an Darstellung und Reflexion der verschiedenen Ansätze der heutigen Bibliodrama-Praxis beteiligt.
 
Es wird darum gehen, biblische Geschichte und eigene Geschichte auf eine vielleicht recht ungewohnte und ungewöhnliche Weise „zusammenzubringen“, um einen neuen Zugang zu erschließen zu „Wirkung und Energie der in symbolischer Sprache und Bildern aufbewahrten Kräfte“. Es soll erprobt werden, ob der „Rahmen“ der biblischen Geschichte „die Farben der eigenen Biografie oder auch der eigenen gesellschaftlichen Wirklichkeit deutlicher hervortreten lässt“, und es gilt zu entdecken, „was auf dem Grunde biblischer Texte liegt“.
 
An den Brüchen, Störungen und Unglücksfällen unseres Lebens spüren wir, dass wir in dieser Welt nicht ganz zu Hause sein können. Religion möchte diese Brüche und Abgründe des Lebens und der Lebensgeschichte nicht zuschütten, sondern ernst nehmen als Zeichen unserer Verletzlichkeit und Schönheit. 

Durch den Tod seiner Tochter Frauke hat Wolfgang Teichert auch eigene Erfahrungen mit diesem Thema. Im Bibliodrama arbeitet er mit fremden und bekannten (biblischen) Texten. Diese vermitteln eine auf ihrem Grund liegende Trauer und zugleich eine darüberliegende Heiterkeit; sie vermitteln, dass Traurigkeiten nicht „vergeblich“ sind, sondern aus der Berührung mit den Tiefen auch Freude erlebt werden kann.

Veröffentlichungen:
 „Verrat oder jeder ist Judas“, Stuttgart 1991
„Wenn die Zwischenräume tanzen - Theologie des Bibliodramas“, Stuttgart 2001

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Dr. Ruth Weyermann

Prozessorientierte Psychotherapeutin und Coach

Verlust und Trauer in der prozessorientierten Psychologie · Trauer, Körpersymptome und Beziehungskonflikte · Lebensmelodie des Verstorbenen (zusammen mit Josef Helbling)

Ruth Weyermann arbeitet in Zürich und Luzern. Ihre Fachkompetenz erwarb sie am Institut für Prozessarbeit in Zürich, wo sie heute auch als Trainerin tätig ist. Langjährige Arbeit in der eigenen Praxis mit Schwerpunkt Psychosomatik / Psychiatrie, Begleitung von Menschen in Trauer und Sterbeprozessen sowie pädagogische Arbeit in sozialen Brennpunkten sind die Eckpfeiler ihrer Erfahrung.
 
Durch die Mitarbeit an der Lava Rock Clinic, eines unter der Leitung von Max Schupbach bis 2007 jährlich in Oregon (USA) stattfindenden Netzwerktreffens, vertiefte sie ihr Wissen über die Wechselbeziehungen von Krankheit, Tod und Gemeinschaftserfahrung nachhaltig. Weiter engagiert sie sich seit einigen Jahren als Seminarleiterin für das Deep Democracy Institute in Europa und im Nahen Osten.
 
Das von Ruth Weyermann und Josef Helbling gemeinsam geführte Seminar basiert auf der prozessorientierten Trauerbegleitung. Diese arbeitet mit einer Reihe von Interventionen. Der Schwerpunkt liegt auf der Realisierung, dem Wahrnehmen und dem Aufgreifen des „Lebensmythos“ des Verstorbenen; dieser ist nicht "loszulassen", sondern ins Leben zu integrieren, er drängt nach „Erlösung“, nach Einlösung. Damit wird eine entscheidende Wende im Leben der Trauernden wie ihrer Begleiter und ihrer Bewusstseinsarbeit zu Leben und Tod eingeleitet. 
 
In der Arbeit mit Trauernden im Gruppenprozess erweist sich deren Kompetenz im Umgang mit Verlust und Tod, ihre Fähigkeit zu trauern, die die Umwelt verloren hat. Die (Um-)Welt braucht somit die Erfahrung des Trauernden, der zum Sachverständigen, zum Lehrer wird. Das Arbeiten im Gruppenprozess trägt außerdem dazu bei, Trauerprozesse nicht nur als persönliche Geschichte, sondern auch als kulturellen Auftrag zu erfahren und zu verwirklichen. 

Verlust, Tod und Trauer führen im Übrigen oft zu Veränderungen, die sich in Körpersymptomen und Beziehungskonflikten niederschlagen. In der Ausbildung geht es darum, die komplexen Phänomene in ihrem Zusammenhang zu begreifen. Das geschieht unter anderem dadurch, dass Beschwerden mit einfachen Interventionen verstärkt und damit in ihrer Bedeutung erkannt und dem Trauernden bewusst gemacht werden können.

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