ADE
Unterstützung für
Angehörige Demenz Erkrankter
in ihrer LebensTrauer
Angehörige
Demenz Erkrankter sind stark belastet und benötigen vielfältige Unterstützung bei der von ihnen zu leistenden
Versorgung. Das
gilt für die häusliche Pflege als auch für die Betreuung von Demenz Erkrankten
in einem Pflegeheim.
Sowohl
pflegende Angehörige als auch betreuende Bezugspersonen durchleiden in der
langen Zeit der Erkrankung neben den körperlichen, sozialen und finanziellen
Belastungen zusätzlich seelische Beeinträchtigungen und Verunsicherungen durch
unterschiedliche, teils sehr starke Emotionen.
Eine
Chance auf Heilung der Alzheimer Demenz gibt es nicht und eines der
therapeutischen Ziele bei der Behandlung ist die Verlangsamung des
Krankheitsprozesses. So bedeutet das Leben mit einem demenzkranken Menschen ein
langes und schmerzvolles Abschiednehmen, weshalb
Angehörige Demenz Erkrankter einen Trauerprozess durchleben, der ihnen als
solcher meist nicht bewusst ist.
ADE steht
als Wort symbolisch für Abschied. Es ist das Wort, welches Menschen beim
Abschied sprechen - oft als einziges
Wort, wenn ansonsten die Sprache versagt.
ADE
steht andererseits als Wortkürzel für Angehörige
Demenz Erkrankter.
Angehörige
Demenz Erkrankter nehmen Abschied im Leben von einem vertrauten Menschen, von
seinen Wesenszügen und Fähigkeiten, von gemeinsamen Zukunftsplänen. Diese abschiedliche Lebenszeit
wird von LebensTrauer durchzogen.
Trauer
umfasst eine Vielfalt an Emotionen. Das Nicht-Wahrhaben-Wollen und Gefühle wie
Verlust, Angst, Zorn, Ohnmacht, Verzweiflung, aber auch Hoffnung, Liebe und
Sehnsucht gehören zu dem Prozess der Trauer um einen geliebten Menschen.
Angehörige Demenz Erkrankter können diese Gefühle häufig nicht einordnen, daher
auch nicht akzeptieren und lasten sie sich oft als Schuld an. Nicht selten sind
sie mit diesem emotionalen Chaos allein gelassen.
ADE-Angebote
für Angehörige Demenz Erkrankter und für helfende
und pflegende Berufsgruppen
Im
Fokus dieser Angebote stehen
·
die Ermutigung, Trauer zuzulassen und zu
leben
·
mögliche Ausdrucksformen von Trauer
·
die Erfahrbarkeit der verwandelnden Kraft von
gelebter Trauer
Mit
diesen speziell auf den Umgang mit Trauer ausgerichteten Angeboten ergänzt ITA bereits bestehende psychosoziale
Hilfsangebote. Ferner dienen diese Unterstützungsangebote präventiv der
Gesunderhaltung, da nicht gelebte Trauer zu Depressionen und psychosomatischen
Beschwerden führen kann.
n Trauergruppen
und Trauerseminare für Angehörige Demenz Erkrankter
·
siehe HIER
n Seminare für helfende und pflegende Berufsgruppen
Professionell
Tätige in Einrichtungen der Altenpflege und gerontopsychiatrischen Wohneinrichtungen
sind täglich im Umgang mit Demenz Erkrankten und ihren Angehörigen mit der
Problematik, die diese Erkrankung hervorruft, konfrontiert.
Dadurch
kann eigene Trauer –
wie aus der Trauerforschung bekannt – angerührt werden. Damit
ihnen eine empathische Zuwendung und ein würdevoller Umgang mit den Erkrankten
auf Dauer möglich ist, benötigen sie neben ihrem Fachwissen ein Angebot zur
Auseinandersetzung mit persönlichen
Verlusterlebnissen.
Ziel ist es, professionell
Tätige darin zu unterstützen, einen angemessenen Umgang mit Trauer im beruflichen
Kontext zu finden. Diese Form der Psychohygiene stellt auf der persönlichen
Ebene der Pflegenden einen Aspekt von Burn-Out-Prophylaxe
dar. Sie fördert zugleich auf der systemischen Ebene die Entwicklung von Abschieds-
und Trauerkultur in Einrichtungen für Demenz Erkrankte.
Die Seminare
beinhalten schwerpunktmäßig folgende Themen:
·
Reflexion persönlicher Verluste:
Zuordnung eigener Trauer
·
Raum für Trauer: Wahrnehmung und
Ausdruck
·
Selbstbewußtsein:
Selbstfürsorge und Opfergefühle
·
Umgang mit Grenzen: Schuldgefühle
·
Nähe / Distanz: Kommunikation mit
Angehörigen
·
Ressourcen: Kraftquellen und
Fähigkeiten
·
Multiplikatorenrolle: Entlastungsangebote für Angehörige und Delegieren
·
Abschiedlich leben: Entwicklung von Trauerkultur
·
Wertschätzung: kollegialer
Austausch
Die Einladungen zu den Trauerseminaren und Gruppen werden
baldmöglichst ausgeschrieben.
Bei Rückfragen nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.
Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V., Hamburg