Beurteilungen von Teilnehmerinnen der Suizid-Gruppe

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Die Trauergruppe hat mir gut getan, und mir fällt der Abschied schwer.

Ich konnte mich öffnen, habe viel von meiner verstorbenen Freundin

erzählen können.

Frau Schroth und Frau Sonnabend haben die Gruppe hervorragend geleitet, so dass

Ich mich nach einer Eingewöhnungszeit sicher fühlen konnte.

Ich kann diese Gruppe für Betroffene sehr empfehlen- sie ist äußerst hilfreich!

 

10.10.08

 

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„Als ich im Februar 2008 zu der Gruppe stieß, war es gerade Mal zwei Monate her, dass meine Frau sich das Leben genommen hatte. Nach 38 Jahren war ich „plötzlich und unerwartet“ alleine gelassen und war froh, Menschen zu finden ,mit denen ich meinen schweren Verlust, meine Trauer, meine Schuldgefühle teilen konnte, weil auch sie einen geliebten Menschen durch Suizid verloren haben.

Dass dies möglich wurde, ist vor allem der engagierten Arbeit von Frau Schroth und Frau Sonnabend zu verdanken, die die Gruppe nicht nur geleitet, sondern uns in unserer Trauer wirklich begleitet haben. Die Einfühlung und bedingungsfreie Annahme und Wertschätzung, die sie jedem Einzelnen von uns entgegenbrachten, ermöglichten es mir, meine Ängste, mich zu öffnen, zu überwinden. Fürsorglich gestützt konnte ich meinen ganz eigenen Weg durch die Trauer finden, mich selbst auch mit meiner Verzweiflung und meiner Wut annehmen. In der von ihnen geschaffenen Atmosphäre von Akzeptanz und gegenseitigem Vertrauen gelang es mir, offen über meine Gefühle und Gedanken zu sprechen und so meine Verzweiflung zu überwinden. Ich bin dadurch ein wesentliches Stück auf meinen sicher noch langen Weg der Bewältigung des Verlustes vorangekommen.

Mit der Gruppe habe ich Weggefährten gefunden, die mir geholfen haben und helfen, meine Last zu tragen und neuen Mut zu finden. Ihnen und den beiden Leiterinnen bin ich undenklich dankbar für

die fürsorgliche Begleitung und liebevolle Unterstützung, die ich erfahren durfte.

 

25.09.08

 

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Leider wurde auch ich im Jahre 2007 gezwungen, die schmerzhafte Erfahrung zu machen, einen geliebten Menschen durch Suizid zu verlieren.

Einen Menschen, der mir so unheimlich nahe steht aber durch mannische Depressionen mir völlig fremd geworden ist.

Der völlig aussichtslos der Zukunft entgegen sah, so aussichtslos wie ich heute manchesmal über mein Leben nachdenke,

der mich und meinen Sohn alleine ließ, ohne darüber nachzudenken was mit uns geschieht, wie es weiter geht,

gesteuert von der Krankheit wählte er den Weg, sich im Wald zu erhängen.

Noch heute suche ich die antwort auf das „Warum“?

Meine Freunde versuchten Trost zu spenden, sie hörten mir zu und suchten nach „passenden“ Worten.

Genau diese passenden Worte, Trost und Zuversicht habe ich in einer Trauergruppe gefunden. Vom 1. Besuch an fühlte ich mich verstanden und auch bei unseren Trauerbegleiterinnen bestens aufgehoben. Jeder der in dieser Situation ist und manchmal nach Halt, den„passenden“ Worten und Unterstützung sucht, wird hier Menschen mit gleichem Schicksal herzlich aufgenommen. Heute 1 Jahr nach dem Freitod meines Mannes habe ich den Schmerz und den Verlust noch nicht überwunden

aber ich habe gelernt damit ein wenig besser zu Leben und vor allem darüber zu rede.

 

30.09.08

 

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Mein Mann hat sich das Leben genommen!

Warum? Warum auf diese Weise? Wir waren eine glückliche Familie und sehr zufrieden miteinander.

Es ist 4 Jahre her und ich werde nicht damit fertig. Ich bin schon fast sehr alt (68 Jahre) und habe

Viel Gutes und Schlimmes im Leben gesehen, aber ich komme nicht damit zurecht, obwohl ich alleine schon durch meinen Beruf dazu in der Lage sein müsste. Natürlich weiß ich, dass es Gruppenarbeit gibt. Gruppe – das schreckt mich ab-

 Da lese ich den kleinen Absatz im Hamburger Abendblatt über Trauergruppe für Menschen die einen Angehörigen durch Suizid verloren haben. Soll ich? Ich bin kein Mensch für eine Gruppe- ich Versuchs, vielleicht finde ich doch einen neuen und anderen Weg für meine Trauer. Nach der ersten Stunde wundere ich mich „Gruppe“ Ist gar nicht schlimm. Ich muss mich gar nicht überwinden, es ist eher einfach. Es ist gar nicht wichtig, dass ich die anderen Gruppenteilnehmer nicht kenne. Wir haben alle das gleiche Problem, ähnliche Verletzungen und Nöte, Hilflosigkeit. Wir verstehen einander, wir wissen worüber wir sprechen. Ich habe viele neue und andere Blickwinkel gewonnen- das hat geholfen.

 

09/08

 

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Vor elf Monaten, am 07.11.2007 habe ich meinen geliebten Mann, und den Vater meiner Kinder, verloren.

Als ich von der Arbeit nach Hause kam, konnte ich ihn nicht in der Wohnung anfinden und bekam Panik.

Ich wusste nicht, was ich machen sollte, da er mir einen Tag zuvor noch erwähnt hatte, dass er die Welt satt hat.

Er sagte, wenn die Kinder nicht da gewesen wären, er sich längst auf dem Dachboden erhängt hätte. Dieses kam

mir in den Sinn und dann bin ich auf den Boden gegangen und fand ihn leider auch dort. In diesem Moment war

ich mich schockiert und wusste nicht mehr was ich machen sollte. Es war alles vorbei für mich.

Meine Kinder halten mich auf den Beinen, sie sind alles für mich. Seit diesem Tag wohne ich bei meinem Sohn.

Meine Tochter erledigt die formellen Dinge. Auch diese Therapie hat sie für mich ausfindig gemacht.

Frau Sonnabend und Frau Schroth haben mir sehr geholfen. Die anderen Betroffenen haben mir ebenfalls sehr

Viel Kraft gegeben. Wenn alle diese lieben Menschen nicht gewesen wären, wäre ich heute noch nicht soweit. Zu

 Anfang ist es mir sehr schwer gefallen an den Gesprächen teilzunehmen. Ich wollte sogar einige Male alles abbrechen, aber habe mich trotzdem gezwungen weiter dorthin zu gehen.

Bei den Gesprächen habe ich von allem sehr viel Wärme und Verständnis zu spüren bekommen. Sie haben mein

Leid geteilt und genau gewusst wie es sich anfühlte,

Ich kann jedem, der einen geliebten Menschen durch Suizid verloren hat, nur empfehlen sein Herz zu öffnen und

es in so einer Gruppe mit anderen zu teilen. Ich bin mir sehr sicher, dass es helfen wird. Für die Freunde,

 die ich hier gefunden habe bedanke ich mich aus tiefsten Herzen.

 Leider ist die Zeit rum, aber wir wollen und werden in Kontakt bleiben, allen Betroffenen

wünsche ich viel Kraft. Eines Tages werden Sie auch die Sonne sehen.

Vielen Dank von Herzen auch noch mal an Frau Sonnabend und Frau Schroth.

 

07.10.08

 

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