Übersicht der ITA-Angebote

Die Erde braucht Trauernde. ITA möchte den Themen Tod,  Sterben und LebensTrauer Aufmerksamkeit geben und Betroffene und ihre Helfer unterstützen. Einzelheiten dazu siehe Trauerarbeit.

Gruppenangebote

Das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. bietet Menschen in Trauersituationen die Teilnahme in folgenden Gruppen an und nimmt auch im Laufe des Jahres gerne neue Teilnehmer in diese Gruppen auf: Eine Ausnahme davon ist die Suizid-Gruppe, welche jeweils als Jahresgruppe arbeitet.

Männergruppe - für Männer, die einen nahen Menschen verloren haben
Spuren Deines Lebens - für Erwachsene bei Verlust eines Elternteils
Partnerverlust - für Trauernde, die ihren Partner verloren haben
Suizid-Gruppe - für Erwachsene, die einen nahe stehenden Menschen durch Suizid verloren haben
                              Ab 14. Januar 2011 startet eine neue Jahresgruppe

Einzelheiten siehe Gruppenangebote / Einzelberatung  

ITA-Flyer

Das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. hat die Schwerpunkte seiner Arbeit in einem  Flyer dokumentiert .
Bei Interesse kann der ITA-Flyer online angezeigt und ggf. angedruckt werden.
Sie können den Flyer (auch mehrere Exemplare) in gedruckter Form auch im ITA-Büro anfordern.

Seminarplanung

Das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. führt folgende Seminartypen durch:
          Trauerseminare - Details siehe HIER 
          Trauerbegleiter-Ausbildung (geschlossene Gruppe TBA) - Details siehe HIER
          Ausbildung von TrauerbegleiterInnen für Kinder und Jugendliche (geschlossene Gruppe TBA K/J) - Details siehe HIER
          Seminare für Angehörige Demenz Erkrankter (ADE) und Angehörige von helfenden und pflegenden Berufsgruppen
                                          Details siehe HIER
          verschiedene Angebote für Trauerbegleiter, Trauernde und Betroffene bei Tod eines Angehörigen - Details siehe HIER
Einzelheiten zu allen Veranstaltungen und Seminarangeboten 2010 siehe Seminare.

Im Oktober 2009 startete der zweite Zug einer 2-jährigen Ausbildung  von TrauerbegleiterInnen für Kinder und Jugendliche.  Der Ausbildungs-Zyklus ab 2011 ist bereits ausgebucht. Voranmeldungen für den nachfolgenden Zyklus werden bereits jetzt gerne entgegen genommen.

Die Trauerbegleiter-Ausbildung 2011  / 2012 hat nur noch eine warteliste. Bitte melden Sie sich baldmöglichst an, sofern Sie an diesem Zyklus teilnehmen möchten, der mit dem Einführungs-Wochenende am 14.-16.1.2011 startet. Voranmeldungen für den nachfolgenden Zyklus werden bereits jetzt gerne entgegen genommen.

ADE
Unterstützung für Angehörige von Demenz Erkrankten
in ihrer LebensTrauer

Das Leben mit einem an Demenz erkrankten Menschen ist für die ihm nahestehenden Bezugspersonen mit einem langen und schmerzvollen Abschiednehmen verbunden.

Auf Verluste reagieren Menschen mit Trauer, einem komplexen, emotionalen Geschehen. ITA verfügt über langjährige Erfahrungen in der Begleitung Trauernder und in der Entwicklung von Beratungs- und Begleitangeboten zum Leben mit Verlusterfahrungen.

Eine wissenschaftliche Abhandlung zu Verlust und Trauer von Angehörigen Demenz Erkrankter hat die Fachhochschule Magdeburg --Stendal 2010 veröffentlicht.

Ab 2010 bietet das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. Trauergruppen und Seminare für Menschen an, die mittelbar oder unmittelbar mit Demenz Erkrankungen konfrontiert sind. Diese Angebote sind speziell auf den Umgang mit Trauer ausgelegt und richten sich an Angehörige Demenz Erkrankter sowie an helfende und pflegende Berufsgruppen.

Herbstnebel 3.-5.12.2010 - ein Seminar-Angebot an Angehörige Demenz Erkrankter (hier der Flyer
Seminarübersicht siehe Seminare.
Achtung: Zuschußmöglichkeiten!
Angehörige Demenz Erkrankter können im Rahmen von Betreuungsleistungen finanzielle Zuschüsse beantragen. Das Stichwort dazu lautet "niedrigschwelliges Betreuungsangebot" gemäß SGB (Soziales Gesetzbuch) 11 §45. Nach unserer Kenntnis sind das 100 - 200 EUR monatlich, die bis zu einem halben Jahr angespart werden können. ITA ist gerade dabei, das Seminar Herbstnebel für solche Leistungen zertifizieren zu lassen. Antragsteller wenden sich ggf. bitte an ihre Pflegekasse.
Hinweisen möchten wir ferner auf folgendes: Durch §39 SGB 11 hat der Angehörige bei Teilnahme an Gruppen oder Seminaren das Recht auf Bewilligung von Ersatz- oder Verhinderungspflege für den Erkrankten.

Eine ITA Gesprächsgruppe "Verlust und Trauer" für Angehörige von Demenz Erkrankten startet ab 13.10.2010. Interessenten melden sich bitte im ITA-Sekretariat. Auch für eine Gruppenteilnahme gelten die Ausführungen betr. Zuschußmöglichkeiten.

Bei Rückfragen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83

ITA Seminarangebote

Wir  geben Ihnen ab diesem Jahr die Gelegenheit, neben den in 2010 noch laufenden Seminarangeboten möglichst frühzeitig unser geplantes Seminar-Programm für das Jahr 2011 kennenzulernen. Auch wenn einige Details zu einzelnen Seminaren noch nicht festliegen, so können Sie doch bereits jetzt die Idee der Seminare aufnehmen und ggf. prüfen, ob Ihnen ein Termin paßt.  Vorläufige Anmeldungen werden bereits heute entgegengenommen. Die bisher festgelegten Seminarangebote für 2011 finden Sie unter Seminare.

Für das auslaufende Jahr 2010 empfehlen wir Ihre besondere Aufmerksamkeit für die folgenden Veranstaltungen
          Schreibwerkstatt (20.-21.11.2010 sowie 12.-13.3.2011 sowie 1.-2.10.2011)
          Wochenend-Seminar für Angehörige von Demenzerkrankten (3.-5.12.2010)
          Einzelheiten siehe Seminare

ITA Gruppenangebote / Einzelberatung

Das Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. bietet derzeit folgende Gruppen / Einzelberatung an

Partnerverlust: Trauerbegleitung nach dem Tod des Partners / der Partnerin
Gruppe I:  2. und 4. Montag im Monat, 18 - 20 Uhr
Gruppe II: 2. und 4. Dienstag im Monat, 10 - 12 Uhr
Gruppe III: 2. und 4. Donnerstag im Monat, 19 - 21 Uhr
Leitung Gruppe I: Maria Traut Tel. (ITA-Büo) 040- 36 11 16 83
Leitung Gruppe II: Ute Arndt Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83
Leitung Gruppe III: Annika Schlichting Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83
(Detailbeschreibung)

Spuren Deines Lebens
Gruppe für Erwachsene bei Verlust eines Elternteils
Leitung: Barbara Mieves Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83
2. und 4. Dienstag im Monat, 19:30-21:30 Uhr
Eine zweite Gruppe 1. und 3. Dienstag im Monat, 19:30-21:30 Uhr, ist seit kurzem gestartet
(Detailbeschreibung)

Verlust und Trauer
Gruppe für Angehörige von Demenz Erkrankten
Leitung: Sabine Bella Götze Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83
2. und 4. Mittwoch im Monat, 18:00-20:00 Uhr
(Detailbeschreibung)

Männer können trauern - Männer trauen sich
Gruppenangebot für Männer, die einen nahen Menschen verloren haben
Leitung: Uwe Sanneck Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83
(Detailbeschreibung)

Suizid-Gruppe - Wie soll ich damit weiterleben?
Gruppe für Erwachsene, die einen Menschen durch Suizid verloren haben
Treffen: 2. und 4. Freitag im Monat, 18:30 - 20:30 Uhr
Achtung: Ab 14. Januar 2011 startet eine neue Jahresgruppe - bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns
Gruppenleitung: Birgit Sonnabend, Dr. Christine Schroth
Tel. 040 - 36 11 16 83 (ITA-Büro)
(Detailbeschreibung)                   Beurteilungen von bisherigen TeilnehmerInnen

Erstgespräche / Einzelgespräche / Einzelberatung
Bitte verabreden Sie Einzelgespräche direkt mit dem/der jeweiligen Gruppenleiter(in)
oder über das ITA-Büro 040 - 36 11 16 83
Für solche Gespräche erbitten wir eine Spende von 5-10 EUR an ITA

Sprechstunde für Trauernde als erster Kontakt
Termine nach telefonischer Vereinbarung
Für solche Gespräche erbitten wir eine Spende an ITA
Ansprechpartner: Uwe Sanneck Tel. (ITA-Büro) 040 - 36 11 16 83

Trauerarbeit

Ursprung, Geschichte

Dem Thema Tod und Sterben begann in den achtziger Jahren mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit zuteil zu werden. Die Evangelische Akademie Nordelbien in Hamburg reagierte mit Seminarangeboten. In den Veranstaltungen wurde erstmals die Frage gestellt: "Was tut ihr für trauernde Eltern?" 
Diese Frage wurde zur Initialzündung für einen neuen Arbeitsbereich. Neben Vorträgen bot die Akademie den Trauernden bald auch ein Forum, um sich mitzuteilen und Gehör zu finden.
300 Gruppen für "Verwaiste Eltern" entstanden bundesweit, die von der Hamburger Akademie aus zu einem Netzwerk zusammengeführt wurden.

Die ursprünglichen Selbsthilfegruppen wurden zu dauerhaft begleiteten Gruppen. 
Auf den Wunsch nach Fort- und Weiterbildung reagierte die Akademie mit einer zweijährigen Berufs-begleitenden Ausbildung zur Trauerbegleiterin / zum Trauerbegleiter und mit zahlreichen Seminaren.

Inzwischen haben sich die "Verwaisten Eltern" mit eigenen Vereinen verselbständigt. 
An der Evangelischen Akademie Nordelbien gründete sich 1997 das Institut für Trauerarbeit (ITA), das seit der Schließung der Akademie Ende 2003 als gemeinnütziger Verein die Arbeit fortführt.

Die Erde braucht Trauernde

"Gesegnet sind die Trauer tragen. - Wenn die Toten sich ausruhen vom Totsein, dann stehen sie auf und singen - dieser Satz findet sich in einer alten und weisen Trauerbegleitung. Die Verstorbenen sind nicht so weit weg, dass sie nicht zum Singen kommen könnten. Zwischen Tod und Leben gibt es eine schmerzliche Lücke, aber keine eiserne Tür, die nur in eine Richtung zu durchschreiten wäre. Beide Welten sind durchlässig. Lebende und Verstorbene können gemeinsam ihre Stimmen erheben und da sein. Doch wer vermag diesen Zusammenklang zu hören? Die Trauernden auf dieser Erde haben "Organe", mit denen sie hören, was kein Ohr sonst zu hören vermag. Sie haben Augen, mit denen sie wahrnehmen, was kein Auge je gesehen. Gesegnet sind die Trauernden, denn diese Erde braucht sie."

Diesen Text entwarf Wolfgang Teichert, Pastor und ehemaliger Vorsitzender des Instituts für Trauerarbeit (ITA) e.V., als Leitgedanken für unsere Arbeit.

Trauern ist Leben in Seelentiefe

Es mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, dass die Erde die Trauernden brauchen soll, wo doch - das wird niemand bestreiten - gerade Trauernde unseres besonderen Mitgefühls und unseres Beistands bedürfen.

Der zweite Blick auf den Text enthüllt uns seine besondere Botschaft: Trauernde sind in ihren Schmerzen um den Verlust eines geliebten Menschen jener Abwehr entkleidet, die uns gewöhnlich im Alltag allen möglichen Beschäftigungen nachgehen lässt und uns hindert, das, was im Innern und in der Tiefe unserer Seele geschieht, wahrzunehmen. Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, werden wir im tiefsten Inneren unserer Seele verletzt und erleiden Schmerzen, die nahezu unerträglich sind. Zuerst versuchen wir, diese Schmerzen irgendwie zu überleben, bis wir uns traue(r)n, mit ihnen zu leben.

Trauern ist ein Leben in der Seelentiefe, und Trauernde konfrontieren ihre Mitmenschen mit der Existenz dieser Tiefe. Sich auf diese Seelentiefe einzulassen, ist in unserer modernen Welt nicht besonders populär. Wo ist der Raum und die Zeit, sich nach innen zu wenden, auf die Stimme unserer Seele zu hören, zu fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?

Trauernde Menschen verkörpern diese Fragen und geraten damit nicht selten in eine Isolation in unserer Gesellschaft. Oft müssen sie sich in der Berufswelt größte Mühe geben, ihre Trauer zu verbergen.