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AUSBILDUNG ZUR BEGLEITUNG
TRAUERNDER KINDER UND JUGENDLICHER


LEITLINIEN – ZIELE

Eine spezielle Ausbildung für die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen ergibt sich aus der Tatsache, dass Kinder – abhängig vom jeweiligen Lebensalter – Verluste, Sterben und Tod verschieden erleben, bewältigen und ihre Trauer entsprechend ausdrücken. Kinder wünschen sich, auch ohne Worte verstanden zu werden. Sich mit der kindlichen Lebenswelt vertraut machen und dabei Bekanntes und Neues zu entdecken, ist dafür ein wesentlicher Baustein.

Trauer ist ein komplexer Prozess. Deshalb gibt es nicht nur eine Theorie oder Methode der Begleitung. Das Wesentliche vollzieht sich durch die Persönlichkeit und Identität der Begleiterin / des Begleiters. Trauernde Menschen zu begleiten verlangt Authentizität und die Bereitschaft, Leid nicht wegmachen zu wollen, sondern auszuhalten und mitzutragen. Die Ausbildung für die Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen umfasst:

Auseinandersetzung mit eigenen Verlustkrisen und Trauererfahrungen (Selbsterfahrung)
Wissen um Inhalte und Methoden aus Entwicklungstheorie und Trauerforschung (Information und Methodik)
Überprüfung der Anwendbarkeit in der Praxis (Reflexion)

An jedem Wochenende werden die Ebenen der Theorievermittlung, der Selbsterfahrung, der Übung und der Reflexion berücksichtigt. Dieses Lerndreieck verlangt Flexibilität, um sich auf den unterschiedlichen Ebenen innerhalb einer Ausbildungseinheit zu bewegen. Die Ausbildung umfasst 9 Wochenenden. Die theoretischen und methodischen Schwerpunkte haben sich aus der 20-jährigen Erfahrung in der Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien entwickelt. Sie werden von mehreren ReferentInnen vermittelt, die sich auf ihrem Fachgebiet und in der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer besonders qualifiziert haben.

Der Gesamtkurs wird von den beiden Ausbildungsleiterinnen begleitet, die die inhaltliche Verbindung der einzelnen Einheiten gewährleisten, Übergänge vermitteln und den gruppendynamischen Prozess reflektieren.

Ziel der Ausbildung ist es, die TeilnehmerInnen zu befähigen, Kinder und Jugendliche in ihrer Einzigartigkeit auf dem Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes wahrzunehmen und sie in ihrem individuellen Trauerprozess zu begleiten. Die Bezugspersonen angemessen mit einzubeziehen ist ein ebenso wichtiger Baustein der Ausbildung wie der Transfer in den Alltag der Kinder und Jugendlichen.

Die TeilnehmerInnen lernen, wie sie Kindern und Jugendlichen mit Achtsamkeit, Einfühlung und Wissen um deren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Grenzen begegnen. Sie lernen, wie sie die Trauer aushalten, sich von den jungen Menschen leiten lassen und Angebote machen: zuhören, nachfragen, schreiben, malen, Musik machen/hören,
Bücher und Texte lesen, Rituale entwickeln und vieles mehr.

Qualifizierung und Zertifizierung nach den Standards des BVT (Bundesverband Trauerbegleitung). Diese Ausbildung ist bei der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit 279 Punkten akkreditiert. Informationen zu zeitlichem Ablauf, Tagungsort, Veranstalter, Kosten und Anmeldung finden Sie unter Basisdaten.

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ZIELGRUPPE

Haupt-, neben- und ehrenamtliche Angehörige helfender Berufe aus dem medizinischen, therapeutischen, psychosozialen, seelsorgerischen oder gemeinde-diakonischen Bereich, die sterbende Menschen und/oder trauernde Angehörige begleiten oder begleiten wollen. Menschen, durch Leiderfahrung und Verlustkrisen geprägt, die in der Beratung und Begleitung, in der Fürsorge und Nachsorge mit Sterbenden und Trauernden eine wichtige Aufgabe für ihren persönlichen Weg sehen.

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VORAUSSETZUNGEN – TEILNAHMEBEDINGUNGEN

für die Erlangung des Zertifikats ’TrauerbegleiterIn‘ am Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. Diese ergeben sich aus der benannten Zielgruppe.

Ein ausreichender Abstand zum Todesfall und Reflexionsmöglichkeit des eigenen Prozesses sind notwendig und die Bereitschaft, über Selbsterfahrung im Umgang mit Abschied, Verlusten, Sterben, Tod und Trauer zu lernen. Erwünscht ist die Hospitation an einem Seminar für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister oder an vergleichbaren Trauerseminaren und/oder Workshops zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer und/oder fortlaufenden Trauergruppen. Die Teilnahme bezieht sich auf den Gesamtkurs.

Eine Anmeldung zu einzelnen Kursabschnitten ist nicht möglich. Zur Erlangung des Zertifikats wird das Erstellen einer Abschlussarbeit, die durchgehende Teilnahme an allen Kursabschnitten und der Supervision vorausgesetzt. Sollte dieses aus unvorhersehbaren Gründen häufiger als bei zwei Kurseinheiten nicht möglich sein, werden statt des Zertifikats Teilnahmebescheinigungen für die absolvierten Abschnitte ausgestellt.

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Hier können Sie die gesamte TBA Kinder und Jugendliche Broschüre einsehen

 

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